KM2 und KM3 Änderungen 2014

Nachdem es dieses Jahr eine Änderung des Code de Pointages gab ist zu erwarten, dass sich auch die Anforderungen der KM2 und KM3 ändern werden.

Was wären eurer Meinung nach sinnvolle Änderungen?

Schickt uns bis 13.06 eure Vorschläge und wir veröffentlichen sie hier in diesem Post.

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Wir freuen uns auf eure Antworten und kreative Vorschläge

 

KM3 (Artikel 10.11.11)

Bevor man beschließt, in der KM3 zu starten, sollte man sich zuerst gut über die Anforderungen informieren, um dann zu entscheiden, ob diese Kür zum eigenen turnerischen Niveau passt. Und hier erfahrt ihr, worauf ihr an jedem Gerät achten müsst, um bei den Kampfrichtern gut anzukommen und viele Punkte zu sammeln.

Natürlich muss man zuerst einmal wissen, aus welchen Komponenten sich eine Wertung in der Kür modifiziert zusammensetzt. Sie wird so berechnet:    D – Note (Schwierigkeitswert) + E – Note (Ausführung) – neutrale Abzüge.

Fangen wir mit der E – Note an. Diese geht in der KM3 immer von 10 Punkten aus, und abgezogen wird dann alles, was den Karis nicht gefällt, also krumme Knie (0,1 bis 0,5 Punkte) , fehlende Spannung (je nach dem), Stürze (1 Punkt) und nicht zu vergessen unangemessene Gestik und Mimik (als wichtigsten Abzug überhaupt… ;-) )

 

Der Schwierigkeitswert (SW) besteht aus 2 Teilen: Es zählen die Wertigkeiten der 6 schwierigsten Teile und der Abgang (Nationales Element oder A-Teil: 0,1, B-Teil: 0,2 etc., schwierigeres wird man in der KM3 selten sehen). Wer allerdings statt den geforderten 6 Elementen plus Abgang nur 5 zeigt oder bei wem nicht alles Geturnte anerkannt wird, der bekommt für jedes fehlende Teil einen Punkt Abzug von der Endnote (neutraler Abzug), in diesem Fall also einen Punkt.

Außerdem gehen in den Schwierigkeitswert die erfüllten Elementgruppenanforderungen (EGAs) ein. An jedem Gerät gibt es 5 EGAs zu je 0,5 Punkten also maximal 2,5 Punkte. Jetzt kommen wir zu den einzelnen Geräten.

Am Stufenbarren benötigt man:

1)      Kippbewegung (Kippe; Langhangkippe)

2)      Rückschwung 90° (hier zählt der Arm-Rumpf-Winkel bzw. der tiefste Punkt des Körpers, und somit ist der Rückschwung für die meisten KM3-Turnerinnen die am schwierigsten zu erfüllende EGA)

3)      Mind. 180° Längsachsendrehung (Die Drehung kann auch im Abgang enthalten sein, wie z.B. Aufgrätschen – Unterschwung halbe Drehung oder Salto rw – halbe.)

4)      Holmnahes Element (z.B. Umschwung vw oder rw)

5)      Abgang: wenn der Abgang mindestens ein A – Element ist, gibt´s 0,5 Punkte, wenn er ein NE ist, „nur“ 0,3

Balken:

1)      Verbindung aus 2 gymnastischen Elementen (Sprünge, Drehungen), von denen eines ein Sprung mit 160° Spreizwinkel im Querverhalten sein muss (z.B. Spagatsprung – Pferdchensprung; Pistole – Spreizsprung)

2)      Ganze Drehung auf einem Bein (die Drehung wird am Balken in jedem Fall zu den 6 zählenden Elementen für den SW gezählt, auch wenn sie von der Schwierigkeit nicht darin enthalten wäre)

3)      Akrobatisches Element vw/sw auf dem Gerät (z.B. Rad, Rolle vw., nicht: Handstand, Handstand-Abrollen! Handstände zählen zu den Halteteilen und nicht zu den Akros)

4)      Akrobatisches Element rw auf dem Gerät (z.B. Rolle rw, Bogengang rw)

5)      Abgang (wie am Barren): mindestens A (z.B. Salto vw/rw): 0,5 Punkte, mindestens NE (z.B. Handstandüberschlag vw): 0,3 Punkte

Boden:

1)      „Tänzerische Passage“ aus 2 gymnastischen Sprüngen mit Absprung von einem Bein, und beim ersten Sprung auch mit einbeiniger Landung von denen einer ein Sprung mit 180° Spreizwinkel sein muss (hört sich kompliziert an – ist es aber nicht. Möglichkeiten sind z.B. Spagatsprung – Pferdchensprung; Durchschlagsprung – Spagatsprung)

Die Sprünge müssen hier nicht in Verbindung geturnt werden, d.h. Nachstellhüpfer und ähnliches zwischen den Sprüngen sind erlaubt.

2)      Akrobatische Verbindung (z.B. Radwende – Flick; Schrittüberschlag – Rad)

3)      Akrobatisches Element vw/sw mit  Flugphase (z.B. Handstandüberschlag; Radwende; Salto vw)

4)      Akrobatisches Element rw mit Flugphase (z.B. Flickflack, Salto rw; nicht: Bogengang, da keine Flugphase)

5)      Abgang (ein Teil in der letzten Akrobahn, das vorher noch nicht in der Übung vorkam), mindestens A: 0,5 Punkte, mindestens NE: 0,3 Punkte

 

Ihr seht, man kann den Ausgangswert seiner Übung viel eher steigern, indem man gezielt Teile turnt, die die EGAs erfüllen, als wenn man möglichst schwierige Elemente turnt. Denn wer z.B. am Balken zur Erfüllung der Akro rw einen hässlichen Menichelli, evtl. auch noch mit Sturz, statt einem ordentlichen Bogengang turnt, bekommt zwar ein Zehntel mehr für das B-Teil (Menichelli), aber sicherlich so viele Abzüge, dass sich die 0,1 Punkte mehr im SW nicht lohnen. Denn welcher Kampfrichter lässt schon ein geturntes Element ganz ohne Abzüge durchgehen?! Das ist sehr, sehr selten.Deswegen sollte man auch darauf achten, möglichst nicht mehr als die geforderten 6 Elemente in seine Übunge zu packen, denn zusätzliche Teile, die nicht für die Erfüllung der EGAs gebraucht werden, bringen für den SW überhaupt nichts. Im Gegenteil, wie schon gesagt, ist jedes überflüssig geturnte Element eine potenzielle (eigentlich fast sichere) Abzugquelle und dann schaut die Bilanz für die Turnerin nicht so gut aus. Insgesamt bekommt man in der KM3 die meisten Punkte, wenn man genau so turnt, dass die EGAs erfüllt werden, und kein bisschen mehr (außer man beherrscht die Teile perfekt), es bringt (leider?) wirklich nichts, schwieriger zu turnen. Diese Erfahrung haben wohl schon viele Leute gemacht, die eigentlich in der KM2 besser aufgehoben wären.

Alles klar? Dann kommen wir zum einfachsten Gerät, was den Schwierigkeitswert betrifft: Sprung. Hier muss man lediglich einen Blick in die Sprungtabelle des Code de Pointage werfen, wo aufgelistet ist, wie viele Punkte ein Sprung wert ist. Da die KM3 aber eine erleichterte (modifizierte) Kür ist, werden hier noch 1,5 Punkte zum SW nach C.d.P dazugezählt. Ein Überschlag ist also 2,4 + 1,5 = 3,9, ein Yamashita 2,6 + 1,5 = 4,1 und ein Halb-Rein-Halb-Raus 3,0 + 1,5 = 4,5 Punkte wert.

 

KM2 (Artikel 19.11.11)

Für alle, die seit (oder durch?) meinen letzten Artikel so viel trainiert haben, dass sie in der Kür Modifiziert 3 turnen können, gibt es hier wichtige Informationen über diese nächsthöhere Kürklasse in Deutschland, und schon geht es los: Das Grundprinzip des aktuellen Code de Pointage, also die Zusammensetzung einer Wertung aus Schwierigkeitswert (D – Note) und Ausführung (E – Note), wird genauso wie in der KM 3 angewendet. Auch hier ist es taktisch klüger, an Balken und Boden auf „unnötig“ geturnte Teile zu verzichten.

Aber weil ihr bestimmt schon wisst, warum, werde hauptsächlich auf die KM2 – spezifischen Anforderungen (EGAs) an jedem Gerät eingehen.

 

Wie auch schon in der KM 3 ist es auch hier für die Durchschnittsturnerin die Erfüllung der EGAs am Stufenbarren eindeutig am schwierigsten:

1)      Riesenfelgvariation (Damit ist klar, wieso am Barren meistens verhältnismäßig niedrige Wertungen rauskommen! Der Riesenfelgaufschwung zählt nämlich bei dieser Anforderung nicht.)

2)      Flugelement (Egal, ob von Holm zu Holm oder sogar am gleichen Holm. Es bieten sich an: Konterflug aus dem Aufbücken von unten nach oben; Unterschwung halbe Drehung von oben nach unten – ist noch immer ein C – Element, selbst wenn es nicht durch den Handstand geturnt wird; Anschweben – Durchbücken – Kontergrätsche zählt nicht als Flugelement!)

3)      LAD in der Übung (also nicht im An- oder Abgang; z.B. Drehkippe (Anschweben – halbe Drehung – nochmals Anschweben zur Kippe; Handstand – halbe Drehung; Unterschwung – halbe Drehung vom OH zum UH)

4)      Holmnahes Element in der Übung (dürfte ausnahmsweise mal kein Problem sein – hier genügt ein Umschwung)

5)      Abgang (mindestens A: 0,3 – Salto rw gehockt bis gestreckt; Aufgrätschen – Unterschwung; mindestens B: 0,5 – Salto rw halbe oder ganze Schraube; Doppelsalto rw gehockt; Unterschwung – Salto vw)

Balken:

1)      Gymnastische Verbindung (siehe KM 3), aus der ein Element ein Sprung mit 180° Spreizwinkel sein muss. (Spagatsprung – Pferdchensprung etc.)

2)      Drehung auf einem Bein (ist in jeder Kürklasse als eines der 7 höchsten Elemente  gefordert!)

3)      Akrobatische Verbindung auf dem Gerät aus mind. 2 Elementen, von denen eines eine Flugphase aufweisen muss. Jetzt wird’s schwierig, z.B. Rad – Radwende; Bogengang – Menichelli)

4)      Akrobatisches Element vw/sw und rw auf dem Gerät (Rad, Rondat; Rolle rw, Bogengang, Menichelli)

5)      Abgang (mindestens A: 0,3 – Salto vw/rw gehockt, gebückt; mindestens B: 0,5 – Salto vw/rw gestreckt)

 

Boden:

1)      tänzerische Passage (siehe KM 3, z.B. Spagatsprung/Durchschlagsprung 180° – Pferdchensprung halbe Drehung…)

2)      Akrobatische Verbindung mit 2 verschiedenen Salti (Salto vw in die Schrittstellung – Rondat – Salto rw; Rondat – Temposalto – Hocksalto)

3)      Salto vw/sw und rw

4)      Salto mit 180 Längsachsendrehung (Salto vw/rw mit halber Schraube; Twistsalto)

5)      Abgang (mindestens A: 0,3; mindestens B: 0,5 – Salto vw gestreckt, Salto rw gestreckt mit halber LAD)

m Sprung bleibt es auch hier unkompliziert es wird zum Ausgangswert laut CdP 1 Punkt dazugerechnet. Ein Überschlag ist in der KM 2 also 3,4 Punkte wert, ein Tsukahara gehockt 5,0.

32 Gedanken zu „KM2 und KM3 Änderungen 2014

  1. Ich finde sie so, wie sie gerade sind eigentlich ganz gut.
    Nur in der km 3 am Barren ist die Anforderung des rückschwungs 90 Grad ein Problem für viele turnerinnen in unserem Bezirk.

      • Aber das heißt ja nicht, dass es nicht gut ist, es zu fordern. Für mich ist wichtig, dass die Anforderungen zwischen den guten und den schlechten unterscheiden.

        Am Barren finde ich deswegen die halbe Drehung doof in der KM3. Die hat nichts progressives und verhindert nur, dass die Mädels Saltos lernen.
        Am Boden wurde früher in der B-Schiene immer eine Akro – Serie mit 3 Teilen gefordert, jetzt nur noch ein Flickflack oder ein Salto (was auf nem guten Boden unglaublich einfach ist) – das trennt auch nicht mehr zwischen denen mit guten Grundlagen und denen ohne.

        Ich würde die KM4 Aufwerten, mit nem Flickflack am Boden (und vlt 1 Kippe?). Dann die KM3 so ändern, dass auch Saltos am Barren gefördert werden und auch 2 Kippen verlangt werde. Am Boden dann eine Akro-Serie mit 3 Teilen. Dadurch schließt sich das Loch zur KM2, da implizit Flick Salto gefordert wird und deutlich mehr Dynamik am Barren. Es gehen am Boden dann zwar auch Doppelflicks und Überschlagserien, aber auch die brauchen etwas mehr Können und werden, wenn schlecht, mit Abzügen gestraft.

        Die KM2 finde ich eigentlich okay – nur der Sprung zwischen KM2 und 3 ist zu groß. In der KM3 wird oft nicht unterschieden zwischen denen die was können und Chancen auf KM2 haben und denen, die sauber sind aber wirklich nicht mehr können als das Minimalprogramm.

        Darüber hinaus sollten sich B- & C-Teile mehr lohnen, ggf. durch eine einfache Erhöhung der Wertigkeiten. KM3 so wie sie ist bringt doch eigentlich keinen Spaß.

      • Den Rückschwung am Barren würde ich übrigens definitiv beibehalten aber ggf. gar in Verbindung mit Kippe verlangen. Denn das ist die Art von Barrenturnen die weiter führt zu schwereren Übungen. Also im Endeffekt würde ich die KM3 deutlich hoch ziehen und dann aber die KM4 aufwerten und als „neue Basis-KM3“ positionieren.

      • Gute Ideen hast du!

        Ich würde:
        die KM2 so lassen (evtl B/C Teile erhöhen)
        in der KM 3:
        am Barren die halbe Drehung wegnehmen
        (mind. eine Kippe als Anforderung zu nehmen muss nicht sein, weil man seine 7 Teile ohne Kippe schwer zusammenbekommt)
        Balken so lassen oder vielleicht einen Balkenbonus für eine volle Übung ohne Sturz einführen (viele turnen Teile nicht zB Bogengang, weil es sich mit Sturz nicht lohnt)
        am Boden entweder eine Akroserie aus drei Teilen oder mindestens einen Salto verlangen
        in der KM4:
        am Barren die halbe Drehung wegnehmen
        eine Anforderung „Holmwechsel“ oder „Langhangkippe“ einbauen
        am Balken mind. eine Anforderung der KM3 ergänzen: Sprungkombi, Drehung oder A-Abgang
        am Boden eine akrobatische Verbindung fordern

        und auch in KM3 und KM 4 die B/Cs erhöhen.

      • Die halbe Drehung am Barren finde ich auch absoluter Quatsch! Das behindert viele tolle Übungen. Wir haben eine Turnerin, die in der KM1 alle Anforderungen erfüllt, aber in der KM2 nicht, weil sie keine halbe Drehung hat oder eine einbaut und dadurch ihre ganze Übung abändern muss, was mit deutlichen Abzügen zusammenhängt.
        Also definitiv die halbe Drehung weg! 😀
        Rückschwung 90 Grad finde ich wichtig als Grundlagenausbildung und sollte weiterbehalten werden.

      • Ich finde, wie bereits hier schon oft gesagt, den 90° Rückschwung sehr sinnvoll, weil er einfach auch eine Vorbereitung für den Handstand ist, ohne den es irgendwann einfach nicht mehr geht. Allerdings würde ich die Drehung am Barren in der KM3 nicht wegnehmen, eifnach aus dem Grund, weil dann jeder das gleiche turnt. So, wie ich das hier verstanden habe, ist den meisten nur das Aufgrätschen-Unterschwung-Halbe ein Dorn im Auge. Dem könnte man umgehen, indem A-Teile 2 Zehntel wären, statt genauso viel Wert sind wie NE`s. Es gibt viele Teile mit einer Drehung, die meisten zwar in der Verbindung mit Kippe, aber alle machbar, z.B. 360°LAD-Kippe, Anschweben-Scheren der Beine Halbe Drehung-Kippe, und dann noch Kippe ohne Anschwebe, wo man gleich durch eine Halbe Drehung in die gestreckte Position springt (äh, wisst ihr, was ich meine?). Zumindest wäre dann ein gewisser Anspruch am Barren da.
        Zum Balken: Ich habe bisher immer davon profitiert, dass man durch sauberes Turnen ohne Rückwärtselement besser ist als mit, selbst ohne Sturz. Manchmal haben die Kampfrichter gar nicht gemerkt, dass es mir fehlt. Aber egal wie gut das für mich ist, es ist definitiv unfair. Aber man wird nie 12 Punkte haben. Deshalb würde ich da erstmal nichts ändern. Etwas komischa ist aber, dass ein nicht gespreizter Durchschlagsprung auf einen Schrittsprung abgewertet wird – der zählt dann aber wie voll gespreizt. Das finde ich persönlich gut, wird dadurch gefördert, dass auch der schwierige Durchschlagsprung sich getraut wird.
        Am Boden finde ich, das Ausdruck einfach viel zu wenig zählt. Aber da wurde ja schon einiges im neuen Code de Pointages geändert. Aber der hier oft geforderten dreier Akroserie schließe ich mich definitv an. Außerdem finde ich, ist es wichtig, dass mehr auf den Spreizwinkel geschaut wird.

  2. Da im Code die Anforderung 2 Saltos in einer Bahn gestrichen wurde, finde ich, dass es auch nichts bringt, diese Anforderung in der KM2 und KM1 zu fordern. Dann schon eher eine Bahn mit 3 Akroteilen oder eine ganze Schraube. Ich könnte mir zum Beispiel auch noch eine Anforderung vorstellen, die die Sprünge und Drehungen fördert (zB gymnastischer Sprung mit mind. 1/2 Drehung oder mindestens eine B-Drehung) oder so etwas.

  3. bin auch definitiv dafür die Salto Salto Bahn am Boden wegzulassen, weil wenn man Code turnt und dann eine km 2 Wettkampf hat ist es total blöd sich da immer umzustellen und die akro wieder zu üben!
    Ganz Schraube in km 2 am Boden finde ich auch gut!
    die Drehung am Barren ist überflüssig und behindert echt so Übungen mit Felge Stecher Salto ab etc..

  4. Also ich befürchte wenn sowohl die KM-Übungen als auch die P-Stufen aufgestockt werden, dass sich dann viele Turnerinnen nicht mehr an die Übungen oder geforderten Teile rantrauen und dann aufhören.
    Bei uns im Bezirk war das so in der Art auch schon. Dieses Jahr war zB in meiner Alterklasse statt P6-P8 P7-P9 für einen Qualiwettkampf gefordert. Alle die, die keine Kippe konnten sind abgesprungen und haben auch aufgehört, weil die andere Möglichkeit in ihrer Altersklasse P4-P6 gewesen wäre und das ihnen zu „babyhaft“ ist.
    Dasselbe wird bestimmt auch Auswirkungen im KM Bereich haben, vorallem für KM3er und KM4er, die gerade so die Anforderungen im Moment schaffen.
    Gut die halbe Drehung weglassen finde ich auch ne gute Idee, ich habe diese halbe Drehung immer direkt vorne bei der Kippe gemacht, weil ich als Abgang kein Aufgrätschen kann, sondern lieber Salto. Und vorne habe ich dann bst. schon 2x den Holm vergriffen

    • Genau das mit den „schwächeren“ Vereinen spricht aber für mich dafür, die KM3 deutlich aufzuwerten und dann aber im Gegenzug die KM4 zu stärken. Es gibt nun mal sehr viele, die sich nicht an die KM2 trauen aber einfach viel zu gut sind für das normale Breitensport-Niveau. Gegen die zu turnen ist echt schwer.

      Bei uns in der Region ist die KM4 durch ein Bonussystem ziemlich gestärkt – nicht perfekt aber schon ganz gut. Und das sorgt dann dafür, dass auch auf Bezirksebene noch ein reeller, geschätzter aber nicht übertrieben starker Wettkampf stattfindet.

  5. Ich finde den Unterschied von der KM3 zur KM2 zu stark. Vorallem am Balken muss man in der KM2 ne Doppelakro mit Flugphase turnen und in der KM3 nur eine vw./sw. bzw rw. Akro. Aus diesem Grund fände ich es gut, wenn man auch schon in der KM3 zwei Elemente aneinander turnen muss von denen eins mindestens ein akrobatisches Element ist. (Pferdchensprung -Rad; Bogengang- Bogengang, Rad-Spreizsprung,…) In der B8 früher musste man auch eine gymnastisch-akrobatische Kombi turnen.

      • ja, diese Serie aus gymnastisch-akrobatisch finde ich auch super. das haben wir früher auch gerne geturnt.
        Rolle rückwärts sollte meiner Meinung nach auch ein Akroteil sein. Zumindest in der KM2 bis KM4.

    • Ja, das sehe ich genauso.

      Ich finde an Balken und Barren ist der Sprung von KM3 zu KM2 am größten. Genau diese Anforderung halten mich ab in der KM2 zu turnen.

      Am Barren ist in der KM2 Riesenfelge und ein Flugelement gefordert, was im Gegensatz zur KM3, wo man bloß eine Kippe und einen Rückschwung 90° braucht, doch ziemlich heftig ist, finde ich.
      Eine Riesenfelge lernt man nicht schnell und wenn man sowieso in der KM3 turnt, bracuht man sie nicht – man kriegt bloß Abzüge ohne Ende.

      m Balken finde ich es aber noch schlimmer. Die Akroverbindung mit Flugphase ist wirklich nicht ohne.

      Ich finde auch man sollte die KM3 erhöhen (gerne auch am Boden) und die KM4 mehr Richtung des jetzigen KM3 Niveau bringen, damit die Lücke zur KM2 geschlossen wird.

      Ich fänds auch toll, wenn die Rolle rw. ein akrobatisches Teil wird. Vor allem, da die freie Rolle vw. jetzt ein B-Element ist. (Früher war die in der 9er Pflichtübung drin und bei uns haben die alle geturnt)

      Was mich auch sehr an der KM3 stört ist, dass die Schwierigkeiten der Turnerinnen so unterschiedlich sind, da eben Minimalistinnen dabei sind und welche die fast KM2 turnen könnten – aber eben nur fast.
      Man hat kaum Anreiz etwas neues zu lernen – man bekommt sowieso mehr Abzüge als Punkte dafür.

  6. Die KM4 ist ja eigentlich für die kleinen oder Einsteiger gedacht. Darum finde ich die Anforderungen dort im Großen und Ganzen ganz ok und sie sollten hier nicht zu schwierig werden. Kinder mit ein bis zwei mal die Woche training sollten diese nämlich schaffen können.

    Sprung zwischen KM3 und KM2 ist wirklich etwas groß. Ich wäre eher dafür, statt die KM3 schwieriger zu machen, die KM2 lieber etwas entschärfen. Also am Balken zum Beispiel muss die Akro Verbindung nicht mit Flug sein, so dass z.B. TicTac-Brücke rw gehen würde als Verbdindung…
    Andererseits ist es ja auch so gedacht, dass die KM4 und KM3 für den Breitensport gedacht sind und die KM2 eher für den Leistungsorientierteren Wettkampfsport. Darum ist es auch ganz gut, dass es so einen klaren Schnitt zwischen 3 und 2 gibt und man den Breiten- vom Leistungssport trennen kann.

  7. Wenn es Änderungen geben soll, wann werden diese dann veröffentlicht? Ich bin nämlich gerade dabei, auf km 2 hinzuarbeiten.

  8. Also ich finde die Km3 und Km2 bei uns eig. ganz gut bis auf dass man für die Km2 einen ganzen Riesen schaffen muss. Bei uns gibt es für die Km-Stufen ein Bonus-System so ist dort z.B. bei der Km3 als Bonus:
    Barren: zweite Kippe, Salto Abgang
    Balken: Akro mit Flug, gymnastisches Element B
    Boden: Salto, ein zweiter Salto oder ein freies Rad/freier Überschlag. Wenn man beide Boni durch Salti kriegen will, müssen diese unterschiedlich sein.
    Jedes Bonusteil bringt 0,5 Punkte mehr im AW und so kann man an jedem gerät noch 1,0 Punkte im Ausgangswert mehr gekommen. Ich finde dieses Bonussystem echt gut und finde das sollte es in jedem Bundesland geben. Zu dem habe ich auch gehört dass es in einigen Bezirken eine Km3 erleichtert gibt, die den Sprung von Km4 zu Km3 nicht so groß machen. Bei der Km3 erleichtert sind die EGA’s genauso wie bei der Km3 aber es zählen zu erfüllung der EGA’s auch alle Teile ab P5 also so kriegt man leichter vollen AW

  9. KM3 find ich die Anforderungen teilweise wirklich zu leicht, und teilweise wären andere angebracht.
    Barren:
    – 90° Rückschwung
    – Holmnahes Element
    – Halbe Drehung, aber nicht im Abgang
    – Kippe
    – Abgang min A
    Bonus: Rückschwung Handstand & Flugteil

    Balken:
    – Verbindung aus zwei gymnastischen Sprüngen
    – Verbindung aus einem akrobatischem mit min A-Teil
    – Akrobatisches Element rw
    – Akrobatisches Element sw/vw
    – Abgang min A
    Bonus: Flugteil & minB-aufgang

    Boden:
    – Salto
    – 3- er Akro
    – Verbindung aus 2 gymnastischen Sprünge
    – 3 Flugteile
    – Abgang A
    Bonus: Schraubbewgung & 2 Salti in der Übung

  10. Ja genauso würde ich es auch machen aber ich finde auch dass man die Drehung am Barren weglassen sollte. In der km 4 würde ich auch einiges ändern:
    Barren: -Kippe (km3 zwei kippen)
    -holmnahes Element
    -Drehung
    -Rückschwung 45 grad (km3 90 grad)
    -min. A-Abgang (km3 auch)
    Balken: -ganze Drehung
    – vw/sw Teil
    -rw Teil
    – min. A-Sprung
    -min. A-Abgang
    Boden: – salto
    – Verbindung mit mindestens einem A- Sprung
    -Flick-Flack
    -min. A-Abgang
    – min. 4 A-Teilw

    • Das alles soll schon in der Km4 gefordert sein? Sorry aber ich finde das ist für Km4 etwas zu schwer. km4 ist für Breitensport viele von denen trainieren nur einmal die Woche höchstens 2 mal die Woche. Deswegen finde ich ist bei der Km4 es gut dass keine Kippe gefordert ist weil diese eben schwer zu lernen ist wenn man nur einmal die Woche trainiert, da kann Kippe besser ein Bonuselement sein. Und auch ein rw. Element sprich Bogengang ist in der Km4 viel zu schwer viele von denen haben ja auch erst gerade mit dem TUrnen angefangen gleiches spricht für den Salto am Boden wobei ich die Forderung FLick-Flack/Meni oder auch Überschlag sinnvoll finden würde aber Salto ist eindeutig zu schwer

      • dann muss man eben noch eine KM5 einführen…bei uns in Köln gibt es Wettkämpfe, wo alle bis AK12 nur KM4 turnen dürfen. Entweder man müsste dann das ändern auf KM3, oder (wenn die KM3 schwerer werden soll), dann muss man die KM4 schwieriger machen. Und für Einsteigerwettkämpfe eben noch eine KM5 erfinden.
        KM4 finde ich für die meisten Turnerinnen, die das turnen (zumindest im RTB) viel zu leicht. Alle haben alle Anforderungen, außer die Minis mal das Rad am Balken, und das ist wirklich doof. Da gewinnt dann ganz oft diejenige, die am größten ist, weil die meistens am besten springen kann.

      • Ja bei uns ist es aber z.B. so das man schon ab jahrgang 2002 Km3 turnen darf und sonst eben Km4 oder es gibt eben noch wettkämpfe wo man die P6b-P8b turnt also sich daraus immer eine übung raussucht das ist dann für die 8-10 jährigen

    • Die Argumentation, dass Kippe dann lieber Bonusteil sein soll ist doch komisch. Ein Bonusteil nach niedersächsischen Anforderungen ist doch quasi das gleiche wie eine Anforderung. Außer, dass man psychologisch nicht mehr das Gefühl haben muss alles zu können…

      • Ja aber es haben alle dann mind. den gleichen ausgangswert und die kippe wird dann nur extra gewertet und wenn kippe pflicht wäre würde es nur niedrige ausgangswerte geben.

  11. der Unterschied zwischen der KM 3 und KM 2 ist riesig und in einem Jahr nicht zu schaffen. Zwischen KM4 und KM3 ist das kein Problem. Das Problem liegt eher darin, dass viele Mannschaften stark vereinfachte Übungen zeigen, da man von den Karis ganz oft bestraft wird, wenn man schwierige Teile zeigt. Oder man lässt ein Teil weg, weil die Gefahr des Sturzes am Balken zu gross ist. Finde ich sehr schade. Man sollte die Wertigkeiten ändern.
    Die Ega von 0,5 auf 1,0 erhöhen, dann rentiert es sich auch in der KM 3 den Bogengang zu turnen.
    In der KM 2 ist der Barren viel zu schwierig, eine Riese turnen nur die Zentrumskinder, einen Flieger seh ich noch nicht mal in der Oberliga. Die Drehkippe find ich nicht schlecht und kann auch von den meisten erlernt werden.

    Es sollte am Kariwerk einiges geändert werden, man wird für schwierigere Teile viel zu schnell bestraft. Einfachere Übungen bekommen meistens eine bessere Wertung. Ich war letztens auf einem WK, da hat eine Turnerin am Balken KM 2 kein rw Akro und keine Verbindung mit Flug gezeit. Sie hat eine bessere Wertung bekommen, wie ein Mädel, das rw Akro und Flugteil drin hatte, keine grossen Wackler, aber einen Sturz beim Hocksprung…..DAS kann doch nicht sein, oder ? Und dann wundert man sich, dass die Trainer alles aus den Übungen rausnehmen…

  12. kennt sich jemand genauer mit dem Bonussystem in Niedersachsen aus?
    Am Balken gibt es ja Bonus, wenn man ein gymnastisches B-Element (oder höher) turnt… würde es dann 2x Bonus geben wenn man eine 1 1/2 Drehung auf einem Bein (B-Element) und einen Durchschlagsprung (C-Element)turnen würde?
    Und wenn man zusätzlich noch eine Radwende turnt, weil für die müsste es dann doch auch Binus geben oder?

    • Du kannst jeden Bonus nur einmal bekommen also würdest du für die 1 1/2 Drehung 0,7 Punkte kriegen und für den Durchschlagsprung 0,3 Punkte bekommen und für die Radwende würdest du dann noch einmal den Bonus bekommen 🙂

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