Saisonstart: USA

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27 Antworten

  1. Friedi sagt:

    Ich finde es auch immer wieder erstaunlich was die Amerikanerinnen da auf die Matte bringen… Aber wenn man sich überlegt ob das System auch in Deutschland sinnvoll wäre bin ich zwiegespalten. Natürlich ist es viel besser durchdacht, da auch Spätstarterinnen noch zu einem größeren Erfolgkommen können aber ist für dieses System die Deutsche Bandbreite des Turnens nicht viel zu klein? Nehmen wir mal ein paar Beispiele:
    -Julia Birck/Sarina Maier Sarina hat 5x bei den DJM teilgenommen und Julia turnt auch z.T. ihre Wettkämpfe eine AK höher.Für die beiden und sicherlich auch einige andere AK Turnerinnen wäre es prima gewesen das Levelsystem zu haben da sie früher schwierigere Elemente zeigen dürften. Auch alle die den Kaderturncup des Jahrgangs 2000 auch YT gesehen haben wissen das die Mädels viel mehr als die normalen P-Übungen drauf hatten. Damals durften die Turnerinnen die eh schon den Kaderplatz sicher hatten Kür turnen. Viele von ihnen hättel damals schon Level 9 turnen könne und nicht AK11 was ungefähr Level 7/8 entspricht.
    -Turnerinnen die sich nur mit ach und krach in den AKs halten können haben natürlich einen viel größeren Ansporn es in die nächste AK zu schaffen und werden so ein wenig „mitgetragen“.
    -Alle Turnerinnen die gegeneinander antreten sich gleich alt und das ist in gewissem Sinnen „fairer“ da sie die ähnlichen körperlichen konstitutionen haben aber natürlich auch wieder unfair, wenn jemand weiter entwickelt oder besser (talentierter?) ist
    -Schwächere Turnerinnen würden ja theoretisch niedrigere Levels turnen die ihrem Können besser entsprechen würden
    -für den Breitensport ist es vllt nicht so schön, wenn man immer am gleichen Level häängen bleibt, da es schon größere Unterschiede sind z.B. der Unterschied zwischen Level 6 und 7 ist größer als der Unterschied zwischen P6 und P7. Mich spornt es nähmlich auch an und motiviert, wenn ich eine neue Übung turnen darf.
    -Turnerinnen die erst später anfangen ernsthaft zu trainieren haben in Deutschland kaum chancen noch in das „Elitesystem“ einzusteigen könnten sich in den USA aber hocharbeiten.

    Gym Tittmonning hat in ihrer Halle zu Beispiel schon das Levelsystem zu Training eingeführt, sodass auch ältere Turnerinnen sich noch hocharbeiten können. In den meisten anderen Hallen kann man nämlich nicht mehr anfangen, wenn man älter als 6 Jahre alt ist… Eine Bekannte, die 5(!!!) Jahre alt ist wollte in einer Turntalentschule anfangen und durfte nicht mal einen Monat lang Probetraining machen sondern wurde sofort in einen anderen Verein geschickt… Ich kann froh sein, dass ich bei einem soo unstrukturierten Verein gelandet bin und konnte mit 12 Jahren noch anfangen mit dem Breitensport. Das wäre auch nicht überall möglich gewesen… Die Deutschen Trainerinnen sind zum Teil noch zu altmodisch mit ihren Vorgehensweisen.

    In den USA ist die Konkurenz natürlich auch viel stärker und es gibt auch eine größere Konkurenz d.h. mehr Turnerinnen… Aber warum gibt es dort so viele gute Turnerinnen? Ich denke weil der Sport viel populärer ist und es gibt (Vermutung) auch mehr Hallen in denen intensiver trainiert wird. Wer sich Trainingsvideos z.B. von Whitney Bjerken anschaut sieht, dass sie zusammen mit vielen anderen Mädchen trainiert die ungerähr die gleichen Anforderungen turnen. In Deutschland würde man höchstens beim Kaderlehrgang in Frankfurt so viele Talente auch einem Haufen sehen. Und es gibt ja noch viele andere Hallen in denen das so aussieht… Und wären die oberen Levels (9/10/elite) dann in Deutschland dann nicht viel zu schwach besetzt?Was denkt ihr, würde das Amerikanische Levelsystem in Deutschland funktionieren und mehr Sinn machen als das P-Stufen/AK-System?

    • Jule sagt:

      Ich wäre ganz stark für ein Levelsystem, da es genau so ist wie du gesagt hast: Das numerische Alter ist sehr häufig nicht das biologische Alter.
      Und ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn es viele mehr Angebote für Erwachsene im Bereich Turnen geben würde, auch für Beginner. Und nicht so wie es in vielen Vereinen ist, das es nur wenige Ü18 gibt, geschweige denn Ü25. Und in den Vereinen, in denen es ein paar mehr Erwachsene gibt, gibt es meistens keinen Trainer, sondern sie trainieren sich selber. Was zwar meistens gut funktioniert, aber trotzdem würde man sich ein regelmäßiges Coaching wünschen.
      Das größte Problem in Deutschland ist, dass wir so viel über das Ehrenamt finanzieren. Das ist toll für den Breitensport, aber eine Katastrophe für den Leistungs- und Spitzensport. Sobald man in Leistungsbereichen der Regionalliga ist, braucht man meiner Meinung nach eigentlich einen Honorartrainer, der das zumindest nebenberuflich machen kann, wenn nicht hauptberuflich. Trainer zu sein muss ein richtiger Job sein! Richtig gutes Training zeichnet sich durch individuelle Trainingspläne in Mikro-, Meso-, und Makrozyklen aus. Und die müssen von Trainern ausgearbeitet werden, was Zeit erfordert, was man wiederum nicht ehrenamtlich leisten kann. Ganz abgesehen von der Trainingsplanung an sich.
      Sicherlich ist nicht alles schlecht an dem System in Deutschland, viel gutes ist in den letzten Jahren schon passiert, aber es muss weiterhin auch noch Änderungen passieren…

      • Purzelbaum sagt:

        Ich denke, dass es eine große Diskrepanz zwischen dem Stellenwert von Sport in den USA und in Deutschland herrscht. Man denke nur an die diversen Sportligen der Schul- und Colleges und Universitäten und wie verbreitet dort Sportstipendien sind. Das ist natürlich ein super Anreiz für die Sportler und auch für die Eltern, die dann eben mal etwas mehr für einen Coach bezahlen, damit ihre Kinder später mal aufgrund ihrer sportlichen Leistung ein Stipendium erhalten. In Deutschland kann man ja als Trainer kaum seinen Lebensunterhalt verdienen, mal abgesehen vom Fußball. Ich denke, dass es eine ganze Reihe junger engagierter und motivierter Trainer gibt und hoffe, dass sie die nötige Förderung erhalten, um am Ball zu bleiben.

  2. turnella sagt:

    Ich bin ebenfalls für das levelsystem in Deutschland, ich verfolge das schon seit längerem und schaue auch whitney bjerken, acroanna, flippin katie,Sydney coral Girl usw. Sie können dies auch erreichen, da sie die Möglichkeit „homeschool“ haben, das heißt z.B. 5 Stunden Training am Tag mit Mittagspause und Schule jeder für sich am Laptop. Da kann sich Deutschland noch was abschauen. In der USA geht eine Saison von November bis Frühling, also nicht wie bei uns von März bis Herbst. Ja, Level 7 entspricht ungefähr AK 10. Level 8 AK 11 usw. Viele Turnerinnen haben dort die Möglichkeit, einfach über einen längeren Zeitraum die Anforderungen zu erreichen und die Übungen zu schaffen, da kannst du ein Level auch 2 Jahre oder länger turnen. Es ist ja nicht so, dass dort 10jährige und 14 jährige zusammen gewertet werden, da wird auch nochmal innerhalb eines Levels in Altersklassen eingeteilt, und wenn es so viele sind, wird in mehrere „Sessions“ eingeteilt, so dass in einer Gruppe dann z.B. trotzdem nur 15 TN sind. Dort sieht man auch groß und klein, schlank und kräftig. Hier werden z.B. nach der AK 10 zu groß gewordene Turnerinnen aussortiert und müssen zu LK wechseln, auch wenn sie doch Talent haben aber man halt denkt und meint, sie würden AK 11 und darüber hinaus nicht schaffen. Hier musst du die Anforderungen eben innerhalb einer Saison schaffen während du dort länger Zeit hast. und zusätzlich ist es eben bei uns egal ob du am 1.1. oder 31.12. geboren bist, bist du im Jahrgang, bist du diese AK, auch wenn eine gerade erst 10 geworden ist und die andere schon 11 wird. Ich finde das ganze System bei uns einfach ungerechter größeren Turnerinnen sowie jüngeren Turnerinnen gegenüber.

  3. Gast sagt:

    Passt hier jetzt nicht rein: aber Aliya Mustafina ist wohl schwanger

  4. Lisa sagt:

    Lt. Facebook-Seite vom LEON-Magazin startet Kim Bui beim American Cup!

  5. Sarah sagt:

    Inzwischen sind die Kaderlisten beim DTB aktualisiert. Ist Nadja Schulze nicht mehr im Bundeskader? Was ist mit Antonia Alicke? Bedeutet ihr Umzug in die USA automatisch, dass sie nicht mehr im Bundeskader sein kann? Was mich auch wundert: warum sind z. B. Florine Harder, Lina Philipp und Sarah Voss im C Kader?

    • sina sagt:

      Naja, so wirklich aktualisiert ist es nicht. Der 2001er Jahrgang steht noch komplett bei den Juniorinnen drin, Florine, Rebecca und Lina stehen sowohl unter Juniorinnen und Athleten.
      Ich denke schon, dass ihr Aufenthalt in den USA den Ausschluss aus dem Bundeskader bedeutet. Sie wird einige Zeit nicht an Lerhgängen teilnehmen und für Deutschland turnen können, warum sollte sie dann im Kader verbleiben? Ein Kaderplatz ist ja meist auch mit ein wenig Förderung verbunden.

    • sina sagt:

      Habe gerade einen Artikel gelesen, laut dem Sarah Voss nun im B-Kader ist. Und das gemeinsam mit 11 weiteren Turnerinnen. Wenn ich mir Übersicht beim DTB anschaue, sind da ja nur 6 gelistet. Das würde ja bedeuten, dass der B-Kader nun doppelt so groß ist, wie vorher. Fände ich super. Es war doch eh bei Lehrgängen meistens so, dass alle Turnerinnen ab der AK 16 dabei waren, egal ob A-, B- oder C-Kader.

    • mara sagt:

      Schwer zu sagen,teilweise sehr anspruchsvoll.Überrascht war ich über die gravierenden Änderungen im Sprungbereich.
      Ich bin sehr gespannt,ob das langfristig zu einer Verbesserung führt,wäre für Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen wichtig.

  6. Friedi sagt:

    Ich hätte nicht gedacht das soo viel geändert wird… Also Bogengang in der AK8 auf dem Balken, Menni in der AK9 auf dem Balken, Bogengang-Menni und Flick-Flack in der AK 10, Durchschlagsprung-Flick-Flack in der AK11 usw… Auch an den anderen Geräten außer Barren ist es anspruchsvoller geworden. Bei den Änderungen am Sprung bin ich noch hin und her gerissen ob das wirklich das Wahre ist. Im Prinzip ist es ja so ähnlich wie die Technischen Normen schon seit Jahren sind. Die Bodenmusik der AK7 ist wirklich schrecklich! Ansonsten sind die neuen Choreos Teils wirklich sehr süß für die Kleinen. Und es war auch wirklich Zeit für neue Musiken. Die Bodenübungen überzeugen mich ziemlich, auch in der AK9 finde ich sie angebracht nur halt viel anspruchsvoller als die Alte. Schaut euch doch auch die Videos an. Lohnt sich echt: Aiyu, Helene und Emma sind super süß am Boden. Am Sprung Emelie Petz, Balken AK11 Julia Birck, ansonsten kannte ich die Mädchen nicht.

  7. Friedi sagt:

    Ich hoffe das es dieses Jahr viele Wettkampfvideos geben wird und ich bin sehr gespannt welche extras ind er AK 11 gezeigt werden weil es ja sehr schöne neue Möglichkeiten gibt.

  8. Miriii sagt:

    Hat irgendjemand außer mir gemerkt dass die Bodenmusik der AK 8 die gleiche Musik ist wie die Level 7/8 Bodenmusik von SimplyLiv (einer amerikanischen Turnerin, die mal einen Youtubekanal hatte und mit Annieleblanc befreundet war)…?
    Kenntr die überhaupt jemand außer mir?

  9. sina sagt:

    Ich finde die neuen Übungen sehr gelungen. Meiner Meinung nach erfordert sie den Mädels mehr Ausdruck und choreographisches Können ab. Das finde ich super.
    Sprung, naja. Die Methodik ist an sich ja nicht verkehrt, aber ausschließlich? Finde da das System der Jungs sehr gut. Es gibt einen original Sprung und einen methodischen Sprung und daraus wird der Mittelwert gebildet.

  10. Janina sagt:

    gibt es auch schon einen neuen code auf deutsch? und werden die lk stufen geändert?

    • Soso sagt:

      Geh mal aif kari turnen, da gibt es die neue nationale Elemente liste und in dem dokument stehen auch noch andere infos. In der lk gilt der neue code nur mit den neuen elementen, ansonsten gilt weiterhin der alte code.

  11. Larissa sagt:

    Weiß jemand wer die unteren Übungen am Balken turnt?

  12. Friedi sagt:

    Ich frage mich auch wie die Vereine und Mädchen das meistern werden. Oft turnen sie ja in der AK9 nicht mal den Salto rw und jetzt wird ja noch mehr abverlangt. Und wenn die Trainerinnen davon ausgingen, dass der Menni auf dem BA erst nächstes Jahr gebraucht wird und die Turnerinnen ihn jetzt schon turnen müssen… Naja ist nur das Problem von diesem Jahr.

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