[Interview] „Show statt Wettkampf“

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5 Antworten

  1. lisa sagt:

    Ich finde es auf jeden Fall eine sehr gute Idee von Chemnitz und Karlsruhe ihre Kräfte zu bündel und freue mich auf mehr Spannung im Titelkampf. Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann ist immer diese Anspielung, dass Stuttgart sich vor allem durch die bessere finanzielle Position und Einsatz von Ausländerinnen diese Titelserie erkämpft hat. Fakt ist, dass Stuttgart in den letzten Jahren sehr oft ohne Ausländerin geturnt hat, wohingegen Karlsruhe des häufig eine ausländische Turnerin am Start hatte. Hier ein Überblick über die im Finale eingesetzten Ausländerinnen der letzten Jahre:
    2009 (Meister Stuttgart): Stuttgart: Jana Sikulova; Karlruhe: Rebecca Wing; Chemnitz: keine
    2010 (Meister Stuttgart): Stuttgart: keine; Karlsruhe: Rosanna Ojala, Chemnitz: keine
    2011 (Meister Chemnitz): Stuttgart: Serena Vlijt, Karlsruhe: Ida Gustafsson, Chemnitz: keine
    2012 (Meister Stuttgart): Stuttgart: keine, Karlsruhe: nicht im Finale, Chemnitz: keine
    2013 (Meister Stuttgart): Stuttgart: keine, Karlsruhe: Ruby Harrold, Chemnitz: keine
    2014 (Meister Stuttgart): keine Ausländerin im Finale
    2015 (Meister Stuttgart): Stuttgart: keine, Karlsruhe: Vera van Pol und Noel van Klaveren, Chemnitz: Lisa Ecker
    2016 (Meister Stuttgart): Stuttgart: Eythora Thordottir, Karlsruhe: keine, Chemnitz: keine
    Bilanz der letzten 8 Jahre: Stuttgart 3x mit Ausländerin, Karlsruhe 5x (1x nicht im Finale), Chemnitz: 1x
    Kristyna Palesova, die mir als erstes im Zusammenhang mit Karlsruhe eingefallen war, taucht hier gar nicht auf, vermutlich hat sie nie im Finale geturnt.
    Zugegebnermaßen haben Lisa Hill und Eli Seitz nach Stuttgart gewechselt das wohl eher aufgrund der Trainingsbedingungen nicht aufgrund finanzieller Mittel des Verein.
    Das soll sich jetzt auch nicht speziell auf dieses Interview beziehen, dieses Thema taucht nur bei jedem Bericht über den Start der Chemnitzerinnen für Karlsruhe wieder auf und vor allem Zeitungsartikel zu dem Thema sind zum Teil eher schlecht recherchiert, z.B.
    http://www.freiepresse.de/SPORT/Premiere-und-Hoffnungen-auf-den-Titel-artikel9906480.php

    • Elena sagt:

      „Freie Presse“…( mit Sitz in Chemnitz) darf man nicht immer für voll nehmen, da wird oftmals gegen andere Vereine und Turnerinnen polemisiert, gerne auch ohne Recherche.
      Und wie man an dem Zweckbündnis Karlsruhe-Chemnitz sieht, scheuen diese Vereine keine Mittel und Wege, um den Meistertitel anzupeilen. Was man im Falle von Karlsruhe auch an den Zukäufen ausländischer Turnerinnen in den letzten Jahren gut sehen konnte. ( Sie waren ja finanziell auch immer sehr gut aufgestellt…)
      Das ist ja alles legitim und nachvollziehbar, iaber ich finde es kindisch, auch unprofessionell, wie eine beleidigte Leberwurst gegen Stuttgart zu wettern.

      • Hannah sagt:

        Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass Karlsruhe und Chemnitz sich verbünden, weil Sie etwas gegen den MTV haben. Ganz im Gegenteil wollen sie einfach gerne mal wieder ebenbürtig sein.
        Das was du schreibst ist eine freie Interpretation die meiner Meinung nach nicht zu trifft.
        In der Fußballbundesliga ist es doch ähnlich, da wollen auch viele Vereine mal wieder einen anderen Meister als die Bayern sehen.

  2. Sarah sagt:

    Ich finde es sehr schön, dass von der KRK so offen über das Thema geredet wird und Hannah eingeladen wurde. Jede Entscheidung birgt Vor- und Nachteile und die Vereine sollten selbst entscheiden, was sie gut finden. Ich fand es bisher jedoch immer schön, die deutsche Spitze auf mehrere Vereine (vor allem Stuttgart, Karlsruhe, Chemnitz aber nicht nur) aufgeteilt zu sehen. Und eine Veränderung im Bundesligamodus bringt frischen Wind. Diese sollte nur wirklich durchdacht und von den meisten angenommen werden.

  3. Mike sagt:

    Das Neue Scoring System ist wohl nicht das was es scheint. Habe das Sonderheft vom Ligawochenende gelesen und bin etwas schockiert:
    1) Durch die Unterteilung in zwei Gruppen ist es den Teilnehmer aus Gruppe zwei erst im ZWEITEN Jahr möglich Sieger in der entsprechenden Liga zu werden, da sie sich ja erst über das kleine Finale in die Gruppe 1 der jeweiligen Liga hochturnen müssen.
    2) Wer von 1 Buli in die 3 Buli möchte, sagen wir mal aus Personalmangel braucht dafür min 2 Jahre, da man nur Gruppenweise absteigen kann also 1. Buli Gruppe 2 nach 2. Buli Gruppe 1 dann 2. Buli Gruppe 2 bis man in der Dritten Bundesliga angekommen ist. Sprich ein Durchmarsch wie er bisher möglich war gibt es nicht mehr.
    3) Damen stehen allgemein nicht auf 1:1 duelle, weil es nicht ihrem Mannschaftsgedanken entspricht, hinzu kommt, dass man im Scoresystem einen Fokus auf Gerätspezialisten legt. Ist das nicht genau das, was international abgeschafft wurde, dass es Gerätspezialisten gibt, da man einen 4 Kampf zur Quali für EM und WM turnen muss?!
    4) Welcher Verein hat den genug Turnerinnen um jeweils vier Spezialisten Stellen zu können?
    5) Das ist meine Lieblingsdiskusion: Warum sagen alle das Männersystem ist so toll und es gibt anfragen dazu vom Ausland, ABER kein anderes LAnd hab bisher ein System was unserem auch nur annähernd ähnelt.

    Ein Scoresystem mag bei den Männern vielleicht funktionieren, aber ich denke nicht dass sowas für unsere jugendlichen Damen ein Sinnvolles System ist, denn bei ihnen kommen Schule, Liga und Internationale Einsätze zusammen. Das sollten doch genug termine im Jahr sein, dass man die Trainingsperiodisierung nicht noch mit weiteren Liga-Spielerein torpedieren muss.

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